Hilfe für Frühchen & Sternchen

Lange habe ich diesen Beitrag vor mir hergeschoben, denn nie wusste ich wie?

Wie schreibt man etwas, was jedem von uns zu Herzen geht, und bittet gleichzeitig um Hilfe?

So recht weiß ich es noch immer nicht, aber ich lege einfach mal los.

Einige von euch wissen, dass Tidöblomma sämtliche Stoffreste, die beim Zuschnitt übrig bleiben, gerne an den Verein Sternenzauber & Frühchenwunder e.V. spenden.  

Diese nähen daraus für verwaiste Eltern, aber auch für viel zu früh geborene Kinder zauberhafte kleine Anziehsachen und Andenken. 

Doch warum tun sie das? Warum näht man für so kleine Geschöpfe?

Still und leise

Ca. jede vierte Schwangerschaft endet viel zu früh. In den meisten Fällen bereits vor der 12. Woche, einige wenige in einer stillen Geburt. 

Doch wann beginnt die Bindung, die Liebe zu seinem Nachwuchs? 

Lange glaubten Wissenschaftler, dass erst mit Geburt eines lebendigen Säuglings die Liebe erwacht. Ich bin mir sicher, dass die Mütter und Väter es damals bereits besser wussten. Nur sprach man einfach nicht darüber. Es wurde geschwiegen und die Trauer heruntergeschluckt. 

Heute weiß man, dass die Liebe und die Sehnsucht nach den verlorenen Kind auch lange nach dem tragischen Tag präsent und anwesend ist. Selbst nach 30 Jahren schweifen die Gedanken manchmal ab zu dem leeren Platz am Küchentisch. 

Wie schön wäre es, wenn man gerade dann ein Bild, ein Kuscheltier oder ein kleines Deckchen hätte, das man streicheln kann? Den Moment des Schmerzes zulassen könnte? Trauern und die Wunden heilen lassen kann.

Gerade hier setzt der Verein an. Sie schicken den trauernden Eltern Erinnerungsstücke, vermitteln Kontakte und versuchen, leise zu helfen, die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen zu akzeptieren.

 

Laut und Beängstigend

Weltweit kommt jedes zehnte Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Hier in Deutschland liegt die Wahrscheinlichkeit bei ca. 9%.

Einige dieser kleinen Babys haben das Glück, das Ganze recht fit und recht munter zu meistern. Andere haben mit ihren Eltern einen langen Weg vor sich. Aber die Angst ist da und bei manchen bleibt sie auch ein Leben lang: Wie wird es unserem Kind gehen? Wird es auf  Folgeschäden haben?

Und dann sieht man sein Kind an Kabeln, Schläuchen und vielen pipsenden Geräten und hat Angst. Die Angst wird weniger, wenn man sieht, wie es größer wird und die Komplikationen weniger werden. Ich glaube, man wächst mit seinen Aufgaben. Manchmal verliert man den Kampf.

Aber was ist mit der Bindung? 

Eltern fangen, früher oder später, mit dem Nestbau an. Man kauft unglaublich niedliche Anziehsachen und Kuscheltiere, mit denen man sich identifizieren kann. Man stellt sich vor, wie sein Baby darin wohl aussehen könnte. 

Und dann findet man sich auf einmal vor seinem Baby wieder. Man kann es kaum berühren, geschweigenden knuddeln, keine der gekauften Sachen passen. Die Seifenblase mit der schillernden Farben platzt jäh. Da ist nur die Angst. 

Und genau hier greifen die lieben Menschen von Sternenzauber & Frühchenwunder ein. Durch Kuscheltiere, selbstgenähte Sachen und vielem mehr ermöglichen sie den Eltern ein Stückchen mehr “Normalität” und Bezug zum eigenen Kind.

Ich bin dankbar, dass es Menschen wie diese freiwilligen Helfer gibt, die sich um das Seelenheil der liebenden Eltern kümmern.

Sie nähen also, um Bindung zu schaffen, die auch bis zu den Sternen reicht!

 

Spenden

Wie eingangs erwähnt, spendet Tidöblomma regelmäßig Stoff und versucht so, eine kleinen Teil der Kosten abzudecken. 

Aber man kann noch mehr tun!

Bei Facebook werde ich fünf selbst genähte Frühchensets, die mir zur Verfügung gestellt wurden, versteigern. Mehr Infos dazu im Blogbeitrag.

Über deine Gebote würden ich mich sehr freuen. Denn ihr könnt diese Sets auch wunderbar als Weihnachtsgeschenk für kleine Puppenmamas und -Papas verschenken.

Gerne dürft ihr aber auch jederzeit spenden, Hilfe wird immer benötigt. Denn nach wie vor kaufen die Näherinnen vieles an Bündchen andere Stoffe, Bastelkram und Karten selbst ein.

 

 

Und so schließe ich diesen Beitrag mit einem traurigen und lachenden Auge und einer großen Bitte zum zweiten Advent,

Eure Anna 

Eine kleine Geschenkidee

Danke Euch

Vor ein paar Tagen habe ich euch gefragt wie ich dem obligatorischen Weihnachtswahnsinn entgegenwirken kann.

Ich danke euch für die zahlreichen Antworten auf Facebook und Instagram. 

Ich glaube die Strategie ist dann doch alles frühzeitig zu planen, zu besorgen und zu meditieren! Ich übe das dann mal mit der großen “inneren Gelassenheit”! Ich muss zugeben, das ist so ganz und gar nicht meine Stärke. Meine Gedanken kreisen, schweifen ab und planen zu viele Dinge auf einmal. 

Am meisten Gelassenheit verschaffe ich mir ja durch das Nähen und Stricken. Irgendwie schaltet sich hier mein Gedankenkarussell ab und das absolute Fokussieren auf einen Punkt entspannt mich. 

Jetzt brauche ich nur noch Zeit! Aber das wird ab übernächste Woche auch wieder entspannter. Denn nächste Woche tauchen wir wieder in die wundervolle Welt der neuen Stoffe ab.

Aber danach werde ich dieses süße Häschen zum verschenken und liebhaben nähen.

Neues DIY-Projekt

Die liebe Anne hat nämlich schon vor einiger Zeit dieses knall süße Häschen auf ihrem Facebookprofil  Mietz und Morle gezeigt. Als sie mir ein Foto schickte war sofort klar das wir dieses als gemeinsames Projekt für euch umsetzen müssen!

Und so stellt Anne euch im neusten DIY-Beitrag ein Schnittmuster kostenlos zur Verfügung und zeigt euch mit vielen Bildern wie das Häschen genäht wird.

Was mich besonders freut ist, dass einige Mädels aus unserem fortlaufenden Designnähen sich direkt ans Werk machten und Mrs. Winterbunny zum leben erweckten. 

Und so entstanden viele süße Beispiele in groß und klein. Und nicht nur in Winteroptik. 

Ein Beispiel zeige ich euch direkt hier und schicke euch dann auch direkt zum DIY-Beitrag von Anne! 

Viel Spaß beim Nähen, verschenken und liebhaben wünsche ich euch!

 

Kein Stress! Bitte!

Ich mag euch ja keinen Schrecken einjagen aber es sind echt nur noch 40 Tage bis Weihnachten!! Gefühlt bin ich noch beim Anfang des Herbstes?!? Ich glaube mein inneres Zeitgefühl ist durcheinander…. geht das nur mir so??  

Nun gut, Weihnachten, Fest der Liebe, Geschenkewahnsinn, besser gesagt Schlacht der Völlerei und des Massenkonsums, der gestressten Mütter! 

Was soll ich jetzt schön reden. Wir freuen uns darauf und gleichzeitig graut es uns! 

Wie geht ihr mit dieser Herausforderung um? Gebt mir mal Tipps die mich einigermaßen gelassen durch mein persönlichen Wahnsinn im Kreise einer gepatchworkten-Großfamilie bringen. 

Hierzu könnt ihr mir gerne ein Kommentar hinterlassen. Einfach oben auf “comment” klicken!

Ab morgen zeige ich euch dafür tolle DIY-Projekte die ich zu Weihnachten umsetzen möchte. 

Mein persönlicher Tipp ist nämlich: Planung ist ALLES und der frühe Vogel kann mich in diesem Fall man nicht! 😉 

Werbung to go: Tolles Foto von millimugg mit unserem Kraken vom Bio-Stoff Blackfisk!

Wenn mal alles schief läuft

Wer kennt es nicht? Es gibt die guten Tage an denen irgendwie alles rund und glatt läuft und dann gibt es die Anderen.

Heute mal zu den besagten Tagen, also den weniger gelungenen:

Rebekah und ich haben die letzten Tage an einem neuen DIY-Tutorial für euch gearbeitet. 

Inspiriert von unsere Designnäherinnen haben wir unsere Sweats genommen und losgelegt. 

Häufig läuft das hier in Teamwork. Also hat Rebekah mit einem bereits hier liegenden Schnittmuster die tollen Fotos für das Color-Blocking Tutorial geschossen, so dass ich die Texte und das drum herum fertig machen kann. 

Lief bis hier hin super.

Töchterchen und ich kamen nach Hause und sie war total verzückt. Cooler Pulli und rosa war auch noch dran. Hey, das läuft, dachte ich! Fotos werden ein Kinderspiel.

Bis ich mir den Pulli mal genauer anschaute. Der Ausschnitt kam mir doch ein bisschen zu groß vor. Aber das kann ja nicht sein, denn das Schnittmuster passt ja sonst auch! Ganz bestimmt täuscht das …

Also habe ich angefangen zu schreiben, Fotos eingefügt, war extrem früh fertig und konnte mein Glück kaum fassen. 

Es läuft immer noch … (erstaunlich!)

Die nächsten Tage habe ich an vielen anderen Projekten gearbeitet bis mir schlagartig GESTERN um halb fünf klar wurde das wir ja noch Fotos machen wollten. 

Super Zeit! 

Also zwischen Kaffeekränzchen der Kinder und den Großen vom Judo abholen, Kind umgezogen und ab vor den Schrank (voll professionell!)

Aber der Ausschnitt! Alles züppeln half nicht, das Ding ist extrem zu groß! 

Irgendwie saß der nur faltenfrei wenn man ihn über eine Schulter zieht. Bei einer vierjährigen eher “nicht ok”!

Ich habe tatsächlich 7 Fotos geschafft bis wir los mussten, in der Hoffnung das irgendwas “brauchbares” dabei ist. 

Ab hier war der “Lauf” vorbei!

Total gestresst und gehetzt die Kamera weg gelegt, Kind barfuß ins Auto (wollte keine Trotzattacke provozieren) und ab zur Sporthalle. 

Nach einem Gespräch mit dem Trainer die Kinder nach Hause gebracht, Essen, Kinder ins Bett … puhhh…

“Lauf” eindeutig vorbei! 

Bei Betrachtung der Bilder hab ich schallend gelacht! Läuft bei mir!!! 

Naja, das Tutorial ist totzdem gut, auch ohne unser eher spezielles Exemplar. Was mit dem Ausschnitt passiert ist weiß ich immer noch nicht (wahrscheinlich habe ich da irgendwann mal dran rum gebastelt) aber das Ding kommt in die Tonne. So läuft Madame nicht draußen rum! Sie sieht aus wie eine zu klein geratene durchgeknallte fünfzehnjährige! 

Wie gut das unsere tollen Mädels es besser hinbekommen haben!

Zum neuen Tutorial gehts hier lang und die tollen Designbeispiele von unseren Sweats und den Colorblockingbeispielen zeigen euch dann mal wie es richtig geht!

Habt es fein und macht es besser,

Eure Anna 

Einfach kann doch jeder

Wer kennt diesen Spruch nicht?

Als Rebekah die Postkarten damals zeichnete hat sie diese, mit einem schmunzeln auf den Lippen, für mich gestaltet. 

Wie gut sie mich doch kennt! 

Und irgendwie hat sie Recht. Ich verändere mich gerne, erfinde mich neu, nur um mir dann am Ende doch treu sein zu können. 

Und damit mir auch ja niemals langweilig wird, hat mir jemand da oben etwas ganz besonderes in meinem Leben geschenkt! Meine Familie!

Vier Menschen in einem Haus und alle absolut grundverschieden! Ich liebe es! 

Meistens!

Das mein Mann und ich völlig verschieden sind, da habe ich mich ja dran gewöhnt. Aber zwei Kinder zu bekommen die in allen Belangen völlig verschiedene Charaktere sind sowie grundsätzlich verschiedene Ansichten und Herangehensweisen haben, noch nicht ganz. 

Jetzt könnte man ja sagen, dass wenn die Eltern so verschieden sind dann sind es die Kinder auch. Aber irgendwie haben wir es geschafft bei beiden Kindern unseren Genpool auf eine brisante und interessante Art und Weise zu mischen. 

Versteht mich nicht falsch, sie sind alle drei unglaublich tolle Menschen! Liebevoll, herzlich, witzig und klug! Aber die Mischung macht es halt!

Sagen wir es so, ich wachse mit meinen Herausforderungen. 

Aber für die Liebsten näht man doch gerne bzw. macht einen Spagat zwischen Girly-Phase, Cool-Baby und (ähm) Ehetyp!

Drei Typen, eine Beanie, alle ganz anders! Denn “einfach kann doch jeder”!

Da der Herbst sich ja jetzt androht, habe ich dann gleich mal eine ganze Rutsche neue Mützen genäht. 

Jeder ist zufrieden, alle glücklich; sogar Miss “rosa”. Wobei das kann sich auch innerhalb von Sekunden zu blau wechseln!

Und damit ihr auch loslegen könnt gibt es das Beanie-Freebook “Ida” jetzt in völlig überarbeiteter Version auch hier im Blog!

Denn Cool-Baby und Ehemann wünschten sich einen Schirm und eine freche Variante! 

Schirm, kein Ding aber “frech”? 

Nach längerem Aushorchen wollte er eine “nicht artige” Mütze. So wie diese völlig zerlöcherten Jeans die ich hier alle dezent wegschmeiße. (Erst Jogginghosen nun zerschlissen – danke liebe Markenindustrie!).

Ich habe dann einfach eine doppelte Beanie “nicht artig” gesäumt sondern die Kanten offen stehen gelassen. Jetzt rollen sie sich hübsch auf und franseln vor sich hin. Das Schulkind ist glücklich, Mann auch! 

Ihr könnt die Beanie also nun in ganzen 6 Varianten nähen!

Und wenn man erstmal wieder drin ist, brauch man im Schnitt auch nur 5 Minuten …

… hier geht es lang zur Nähanleitung und zum Schnittmuster:

Und da ich eher zum Team “schlicht” gehöre habe ich mir aus unserem super kuscheligen marineblauen Sweat eine ganz entspannt einfach gesäumte Beanie genäht. 

Und wer sich jetzt fragt ob diese blonden helläugigen Kinder überhaupt zu mir gehören dem kann ich nur sagen: 

JA, ich war dabei! Und ich tausche auch nicht!